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Warum "constantly varied" kein Ablaufdatum hat

Gleich vorweg: Training mit progressiver Belastungssteigerung ist großartig. Wir leben und lieben es, richten sämtliche Kursformate (Functional Strength, Lift, Gymnastics, etc.) danach aus und wollen die Erfolgsgarantie damit nicht in Frage stellen.


Jedoch vertreten wir in unserem hive CROSS Kursformat noch eine andere Art von Training: Constantly varied Fitness. Heißt so viel wie: Es ist keine Progression in Bezug auf Gewicht, Zeit, Workload, etc. gegeben. Wir bilden „lediglich“ ein enorm breites Spektrum an Belastungsmodalitäten ab.


Wo liegen die Unterschiede

In einem „klassischen“ Trainingsplan trainiert man von Woche zu Woche in einer gewissen – oft linearen – Progression und steigert somit von Einheit zu Einheit die Belastung. Abhängig von Plan, Ziel und Coach werden Wiederholungsanzahl, bewegte Last oder auch technische Anforderungen von Woche zu Woche (Monat zu Monat, Jahr zu Jahr) erhöht. Dadurch können enorme Fortschritte erzielt werden!


Dem gegenüber steht eine scheinbar wild aneinander-gereihte Abfolge von Trainingseinheiten. Hier wird darauf geachtet über einen gewissen Zeitraum (z. B. 7 oder 10 Tage) sämtliche Bewegungsmodalitäten (kurze, schwere Workouts; lange Einheiten; Ausdauertraining; reine Krafteinheiten; etc.) abzubilden.


Aber wozu benötigt man diese Art von Training, wenn die oben beschriebene, progressive Variante ohnehin gute Fortschritte erzielt?


Die Vorteile von "constantly varied"

Ganz einfach: Wie alles im Leben ist auch dies abhängig von den eigenen Zielen. Ein Riesenvorteil von ständig variierenden Einheiten ist, dass es mit Sicherheit niemals langweilig wird. Durch die Abwechslung der Belastungen bleibt die Motivation bei den Menschen hoch, die sich mit progressiven Plänen schwer tun.


Ein weiterer großer Punkt, der für "constantly varied" spricht ist, dass sich auch der Körper nicht auf die anstehende Belastung einstellen kann. Dieser muss also ständig „adaptieren“. Das ist am Ende des Tages auch das, was uns stärker, schneller und allgemein belastbarer macht. Bei einem richtig angeleiteten progressiven Trainingsplan ist dieser Punkt übrigens auch gewährleistet!


Allgemein kann man festhalten, dass Personen die sich auf bspw. Wettkämpfe im Olympischen Gewichtheben vorbereiten, jedenfalls einen progressiven Trainingsplan wählen sollten. Auch für CrossFit-Wettkampf-AthletInnen ist zumindest ein progressiver Krafttrainingsplan ein absolutes Muss.


Um als AlltagsathletIn fit, gesund und langfristig Leistungsfähig zu bleiben ist dies jedoch nicht notwendig und oft sogar hinderlich. Gerade diese Zielgruppe profitiert enorm von einer ständig variierenden Belastungsform. So wird kein Aspekt vernachlässigt und das allgemeine Fitnesslevel langsam aber sicher stetig verbessert.


Fazit

Wie immer gilt: Die Mischung macht’s. Zumindest für AlltagsathletInnen, die das Training primär als Ausgleich zu einem meist stressigen Alltag sehen. Dann gibt es nämlich kaum etwas Besseres als ständig neu gefordert zu werden.

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